Verein Kernreaktor

So entsteht ein neues Mission Statement

Nach über vier Jahren hat sich der Kernreaktor an einem kalten und alkoholdurchtränkten Samstagabend an die Herkulesaufgabe gewagt: Die Reformulierung des Mission Statements.

Zuerst gab es eine kohlenhydratreiche Verköstigung von Aline,

bevor wir dann zur zermürbenden Tat schritten, die bei gezeichneten Vorstandsmitgliedern schon früh bezeichnende Gesichter hervorrief.

Dann griffen wir zum heiligen Leuchtmarker und verschönerten die karge Innenarchitektur eines studentischen Sozialbaus.

Schlussendlich ist dabei Folgendes herausgekommen:

Kernreaktor reflektiert, reagiert, setzt frei.

Freunde finden zusammen, Diskussionen entbrennen, Köpfe rauchen. Kreativität, Zeitgeist und Gesellschaftskritik verdichten sich zu konkreten Projekten. Für uns, für euch, für alle!

Nochmals zur Erinnerung unser altes, etwas unpersönliches und viel zu weit gefasstes Mission Statement von 2008:

Wir sind ein Verein für soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Ein Behälter für Kultur und Kritik, der sich mit keiner politischen Farbe oder religiösen Gesinnung anstreichen lässt. Ein Raum für gute Ideen und Aktivitäten, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Thema Nachhaltigkeit stehen.

Das beinhaltet eine intensive Auseinandersetzung mit neuen Gesellschafts- und Wirtschaftsformen, dem technologischen Fortschritt und dem Blick auf Tradition und Geschichte. Dabei haben wir weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch wollen wir als moralische Instanz verstanden werden. Darum möchten wir den Diskurs über die Frage, was ein lebenswertes und gutes Leben ist, nicht beantworten, sondern gemeinsam mit euch führen. Politische und ideologische Standpunkte, die in irgendeiner Form mit dem Kernreaktor assoziiert werden, sollen allenfalls als Anregung dienen, den oben genannten Diskurs zu führen. Der Kernreaktor ist unabhängig, sowohl ökonomisch wie politisch!