Jahresbericht 2011
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Liebe LeserInnen
Wandel und Stillstand prägten das Jahr 2011. Vieles veränderte sich, einiges blieb jedoch beim Alten. Despoten wurden gestürzt, Reaktoren fielen aus und der Kernreaktor versuchte weiterhin aufzufallen. Dabei ging es nicht darum, eine möglichst grosse Aufmerksamkeit zu erlangen. Aufzufallen ist ein Leichtes. Die Schwierigkeit besteht darin, auch etwas auszulösen, im Kleinen wie im Grossen. Ertragreich ist es, wenn man in den Köpfen hängen bleibt.
Mit dem Nullpunkt 2011 konnte der Verein Kernreaktor sein bisher aufwendigstes und ambitioniertestes Projekt umsetzen und im September in den Hallen des ewz-Unterwerks Selnau zehn Tage lang den Raum bieten, den es für eine nachhaltige Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft braucht. Die Grundidee des Nullpunkts – eine Auseinandersetzung von Kulturschaffenden mit dem technokratischen Begriff Nachhaltigkeit, um einen neuen Blickwinkel zu schaffen – konnte dank der tatkräftigen Unterstützung von allerlei Seiten umgesetzt werden. Dabei ist auch zu loben, dass der Verein im Auf und Ab stets seine Fassung wahrte und mit viel Fleiss und Einsatz etwas auf die Beine stellte, was weit über eine zehntägige Veranstaltung hinausgeht. Noch bis Ende 2011 und zum heutigen Tag beschäftigt der Nullpunkt die Köpfe. Mindestens beim Verein Kernreaktor ist etwas hängen geblieben.
Daneben hielten auch die zwei unerschrockenen Zugpferde Kolumne und Radiologisch den Verein auf Trab und zogen den Behälter Kernreaktor durch das spannende 2011. In wöchentlichen bzw. zweimonatigen Abständen wurde Interessantes vermittelt und Unterhaltung geboten, Tränen sind geflossen und Münder haben sich zu gekippten Halbmonden geformt. Um biblisch zu schliessen, so soll es sein, so wird es bleiben.
Dank gebührt all jenen, die uns ermuntern und sich selbst ermuntern lassen.